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30

Jul

2010

Welche Zukunft für Frankreichs Braunbären?

Nach monatelangem Hin und Her hat sich das französische Umweltministerium zum Braunbären in den Pyreneen geäussert. Es werden vorerst keine neuen Bären aus Slowenien eingeführt. Erst im Frühjahr 2011 soll eine Braunbärin im Béarn ausgwildert werden, um die tödlich verunglückte Franska (2007) zu ersetzen. Aktuell gibt es mindestens 17 Bären in den Pyreneen.

Das ist aus wissenschaftlicher Sicht viel zu wenig, um eine überlebensfähige Population zu bilden. Es sollen nur tote Bären ersetzt werden, so hiess es weiter in der Mitteilung des Umweltministeriums. Die Population müsse sich selbstständig entwickeln. Das wäre ja vielleicht auch möglich, wenn nicht gewisse Jäger bei einer Wildschweinjagd den einen oder anderen Bären "verwechseln" würden. So geschehen 2004 und der zuständige Jäger wurde erst vor wenigen Monaten nach unendlichen Gerichtsverhandlungen zu 10.000 Euro verurteilt. Seinen Jagdschein durfte er wohl behalten. Die Akzeptanz für den Braunbären sinkt in den Pyreneen. Nicht etwa weil er so gefährlich ist oder weil er zuviel Schaden anrichtet. Nein, viel eher, weil die meisten das Theater der Anti-Bär Extremisten satt haben. So siegt dann wieder der Hass. Nur die Bären lassen sich nicht beeindrucken. Auf spanischer Seite wurden zwei Weibchen mit Nachwuchs fotografiert. Ein kleiner Hoffnungsschimmer.

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