Fr

26

Aug

2011

Elefanten zunehmend durch Elfenbeinhandel bedroht

Hohe Preise für Elfenbein auf dem Schwarzmarkt bedrohen die Elefanten zunehmend. Die Wilderei auf die geschützten Tiere riskiert wieder das Niveau der 80er Jahre zu erreichen, als die Elefantenbestände in vielen Teilen Afrikas zusammengebrochen waren.

Als 1989 ein strenges Handelsverbot auf Elfenbein erlassen wurde, konnten sich die Bestände wieder erholen. Dann wurde dieses Verbot zunehmend gelockert und einige afrikanische Staaten bekamen die Erlaubnis alte Elfenbeinbestände an China zu verkaufen. Weil aber kaum zwischen legalem und illegalem Elfenbein unterschieden werden kann, wurde die Wilderei in den letzten Jahren massiv angeheizt. Organisierte Banden dringen mit Hubschraubern in die Nationalparks vor, meistens lautlos und unbemerkt. Südafrika hat mittlerweile die Armee damit beauftragt, Elefanten und Nashörner zu beschützen. Weil aber immer mehr Chinesen und Asiaten wohlhabend sind, können sich immer mehr das teure Elfenbein leisten. Wirklich helfen könnte den Dickhäutern also nur ein Zusammenbruch der asiatischen Finanzmärkte oder ein Sinneswandel in der Mentalität der potentiellen Käufer. Hier ist aber noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten. Hilfreich wäre es allerdings auch, wenn sich die Staatengemeinschaft endlich wieder auf ein striktes Handelsverbot einigt und alle Schlupflöcher des legalen Verkaufs schliesst.