Do

01

Dez

2011

Klimaschutzkonferenz in Durban: Wald in Gefahr

Anlässlich der 17.Klimschutzkonferenz im südafrikanischen Durban warnt der WWF vor der Abholzung weiterer Wälder bis 2030. Besorgniserregend ist zudem das neue brasilianische Waldgesetz, das die Agrarlobby begünstigt, nicht aber den Regenwald schützt. In der zweiten Woche der Konferenz ist Luxemburg durch Minister Marco Schank vertreten.

Wo früher Wald in Brasilien war, grasen heute Kühe oder wird Soja angepflanzt. Der gestiegene globale Fleischkonsum und vor allem auch der pro Kopf Fleischverbrauch in den Industriestaaten zerstört immer mehr Wald. Welchen ökonomischen Wert hat Wald. Diese Frage soll auch in Durban geklärt werden, beim sogenannten REDD Instrument (Reducing Emissions from Deforestation and forest Degradation). Ein internationaler Fonds soll Ländern, die ihre Wälder schützen und wieder aufbauen, eine finanzielle Kompensation geben. Völlig unklar bleibt aber noch, woher dieses Geld kommen soll. Zahlen soll entweder der Staat oder der Markt. Zum Beispiel über einen Zertifikatenhandel für Verschmutzungsrechte der Industrie. Der Kilmagipfel dauert noch bis zum 9.Dezember. Viele zweifeln, dass etwas Greifbares dabei herauskommt.

Der November 2011 war der trockenste aller Zeiten in Mitteleuropa. 2011 war ein Rekordjahr der Dürren und Überschwemmungen. Es wird aber weiter munter Kohle und Erdöl verheizt. Houston, wir haben kein Problem.