Di
13
Dez
2011
Klimaschutz auf 2020 vertagt
Von den Politikern wird das Ergebnis vom UN Klimaschutzgipfel in Durban als Erfolg gewertet, von den Umweltschutzorganisationen dagegen als grüne Mogelpackung. In Durban wurde beschlossen, dass ab 2020 ein neues Protokoll in Kraft treten soll, an dem alle Staaten beteiligt sein werden. Somit auch die USA und China. Bis 2020 dagegen wird sich nicht mehr viel tun. Das Kyoto Protokoll wird zwar verlängert, aber ohne die grössten CO2 Verursacher.
Kanada ist aus dem Kyoto Protokoll ausgetreten. Auch Russland, Japan und Neuseeland wollen nach 2012 das Kyoto Protokoll nicht verlängern.
Was wurde in Durban beschlossen:
Bis 2015 soll ein globales Abkommen ausgearbeitet werden mit allen Ländern (auch denen, die nicht im Kyoto Protokoll sind). Dieses neue Abkommen tritt aber erst 2015 in Kraft. Als Fortschritt kann zumindest bezeichnet werden, dass man die USA, China und Indien mit ins Boot holen konnte. Möglicherweise ist 2020 aber schon ziemlich spät, um die verheerenden Folgen des Klimawandels zu bekämpfen. Die bsiherigen freiwilligen Reduktionen der Länder reichen nicht aus, um die Erderwärmung auf 2 Grad zu begrenzen. Das wurde in Durban auch erkannt.
Die Verlängerung des Kyoto Protokolls ohne die grössten CO2 Verursacher ist unzureichend. Neben der EU sind dann nur noch die Schweiz, Norwegen und möglicherweise Australien in diesem Protokoll bis 2020 verpflichtet, ihren CO2 Ausstoss zu reduzieren.
Desweiteren wurde ein Green Climate Fund eingerichtet, in dem ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar zur Verfügung stehen, damit die ärmeren Länder den Folgen des Klimawandels besser überstehen können. Unklar, woher das Geld kommen soll. Vielleicht aus einer Abgabe am Flugverkehr und der Schifffahrt.
Beim Waldschutz, also dem sogenannten REDD Protokoll, mit dem arme Länder den Schutz ihrer Urwälder bezahlt bekommen sollen, ging es nur im Schneckentempo weiter.
Fazit: In Durban wurde nur der Grundstein gelegt für zukünftige Klimaschutzbemühungen. Die Hausaufgabe müssen die Länder zuhause erledigen. Entscheidend dürfte dort (wie im Beispiel der USA ganz klar aufgezeigt wurde) die Macht der Energieriesen und Ölmultis sein, die nicht daran sparen Klimaskeptiker zu bezahlen um die öffentliche Meinung zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Etwas hat sich auch in Durban gezeigt. "Occupy Wallstreet, wir sind 99 Prozent" und Klimaschutz hängen ganz eng zusammen.
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