Do
22
Dez
2011
Elfenbeinhandel eskaliert immer mehr
In Malaysia wurden 15 Tonnen Elfenbein in der Hafenstadt Port Klang beschlagnahmt. Es ist der sechste Aufgriff von Elfenbein in Malaysia innerhalb der letzten Monate. Die Container mit dem "weissen Gold" war in Containern und kam aus Kenia. Es ist zudem die grösste Beschlagnahmung in diesem Jahr (Wert etwa 17,8 Millionen Euro) Der touristische Wert der lebenden Elefanten für die betroffenen afrikanischen Länder dürfte aber weitaus höher liegen.
Mehrere zehntausende Elefanten werden jedes Jahr getötet für die Nachfrage nach Elfenbein vor allem in Asien. China dürfte hier führend sein, da immer mehr Chinesen der Mittelklasse angehören und sich dieses Luxusgut nun leisten können. Seit im Jahre 2008 die internationale Cites-Konferenz den Verkauf von älteren Elfenbeinbeständen erlaubt hat, eskaliert die Wilderei und der Schmuggel. Die Nachfrage ging steil nach oben. Die Zesche zahlen die Elefanten und die ärmeren Länder Afrikas, die ihr Naturerbe nach und nach verlieren. Gibt es im Süden Afrikas noch stabile (teils steigende) Elefantenbestände, so sind in Westafrika und Zentralafrika die Elefanten vielerorts schon ausgestorben oder sehr selten geworden. Viele Chinesen wissen gar nicht, dass für Elfenbein Elefanten sterben müssen. Man sieht allerdings auch einen Zusammenhang an der Tatsache, dass immer mehr Chinesen in Afrika leben und auf der anderen Seite der Elfenbeinhandel eskaliert. Den Elefanten kann nur noch helfen, dass wieder ein völliges komplettes Handelsverbot in Kraft tritt und dass in den asiatischen Ländern die Menschen besser aufgeklärt werden, was ihr Elfenbeinkonsum anrichtet.
Radio Aktiv 106.5 FM, das Echternacher Radio




